Die Methode

„Walking in your shoes“ ist eine neuartige Selbsterfahrungsmethode, die in der Theater- und Filmwelt entdeckt wurde.

Der amerikanische Schauspieler und Regisseur Joseph Culp und der Psychologe John Cogswell fanden zunächst heraus, dass Schauspieler über diese Methode tief in eine Rolle eintauchen und sich hineinfinden können, indem sie die Rolle einfach „gehen“ in der Absicht, sie zu erfassen.

Bald erkannten sie, dass die Methode nicht nur auf „fiktive“ Rollen beschränkt ist, sondern auch Rollen aus dem „wirklichen“ Leben gegangen werden können, z. B. Vater oder Mutter, Geschwister, Kinder, eine Problemfigur, Kollegen, Mitarbeiter, sogar Tiere oder Unternehmen und Projekte. Sie nannten die Methode „Walking in your shoes“.

Der Hannoveraner Christian Assel kam im Rahmen seiner Lehrtätigkeit für systemische Arbeit mit der Methode in Berührung, erlernte Walking in your shoes – kurz „WIYS“ - bei Joseph Culp in Los Angeles und brachte das Verfahren nach Deutschland.

Die Diplom-Sonderpädagogin Regina Hauser wiederum erlernte die Methode bei Christian Assel und machte die Methode in Österreich bekannt. Durch ihre vielfältigen Erfahrungen sowohl in Einzelsitzungen als auch während ihrer Ausbildungslehrgänge entwickelte sie „WIYS“ weiter und nannte es „GEH DICH FREI – Gefühlte Wege der Erkenntnis“.

Walking in your shoes – Geh dich frei ist eine Selbsterfahrungsmethode, die es ermöglicht, durch das “Gehen“ verschiedener Rollen (das „Gehen“ ist ganz wörtlich zu verstehen!) in einer ganz unmittelbaren Erfahrung sich selbst, andere Menschen, sogar Tiere, belastende Lebensumstände besser zu verstehen. Es können tiefgreifende Erkenntnisse über unzufriedenstellende Bereiche des eigenen Lebens gewonnen werden.

Es ist dieses bewusste Hinschauen und damit einhergehend oft ein tiefes Mitgefühl und Verständnis, das die eigene Perspektive verändern und neue Handlungsalternativen und Lösungen entstehen lassen kann.

Unabhängig davon, ob man eine Rolle selbst geht oder durch einen Stellvertreter gehen lässt, wird das Erleben meist als sehr tiefgreifend empfunden.

Im Unterschied zum Familienstellen wird nicht das ganze Familiensystem, sondern nur eine einzelne Person bzw. Rolle betrachtet. Es gibt keine Aufstellung und kein Genogramm.
Walking in your shoes – Geh dich frei stellt eine einfache Alternative zum Familienstellen dar; sie kann sowohl im Zweier-Kontext (der Ratsuchende und der Geh-dich-frei-Praktizierende) als auch in einer Gruppe angewendet werden.

Geh dich frei
Walking in your Shoes


Die Methode

Walking in your shoes – Geh dich frei ist eine Selbsterfahrungsmethode, die es ermöglicht, durch das “Gehen“ verschiedener Rollen (das „Gehen“ ist ganz wörtlich zu verstehen!) in einer ganz unmittelbaren Erfahrung sich selbst, andere Menschen, sogar Tiere, belastende Lebensumstände besser zu verstehen.

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Der Ablauf

Zunächst schildert der Klient sein Problem. Im gemeinsamen Gespräch wird das Anliegen dann als Rolle zum „Gehen“ definiert. Ist die Rolle gefunden, steigt der Klient selbst oder ein Stellvertreter in die Rolle ein und beginnt, sich einfach im Raum zu bewegen. Dieses Bewegen findet im sogenannten „wissenden“ oder „morphogenetischen Feld“ statt.

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Geh dich frei für Privatpersonen

Beim Gehen von Personen (z. B. sich selbst, Vater, Mutter, Kindern, sonstigen Verwandten; Menschen aus dem eigenen Umfeld, mit denen wir Konflikte haben, Kollegen, Mitarbeiter, der Chef) können diejenigen Aspekte der Person sichtbar werden, die im jetzigen Zeitpunkt dem Verständnis des Ratsuchenden hilfreich sind.

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Geh dich frei für Unternehmen

Beim Gehen einer Firma können die Befindlichkeit, die Energie, die Bedürfnisse eines Betriebes sichtbar und erfahrbar gemacht werden. Es ist oft ein erstaunliches Erlebnis für einen Unternehmer, mit seiner Firma auf diese Art in Kontakt zu kommen und zu erfahren, wie es der Firma – auf einer anderen Ebene als der täglich sichtbaren - wirklich geht.

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HINWEIS:
Die angewendeten Methoden werden von der schulwissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt und ersetzen keinesfalls eine Behandlung durch einen Arzt.

Es werden ausdrücklich keine Wirk- oder Heilversprechen abgegeben.